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Im Sinne einer verbesserten Versorgung von Herzinfarktpatienten sowie einer Verbesserung des Qualitätsmanagements wurden Anfang 2008 im nördlichen Bayern unter dem Namen Cardio Angel zwei telemedizinische Projekte ins Leben gerufen. 
Bei diesen Projekten wird mit Hilfe modernster Technik bereits direkt am Einsatzort ein EKG abgeleitet, welches dann zusammen mit weiteren Patientendaten unmittelbar an eine geeignete Klinik übertragen wird. Dort analysiert ein Kardiologe die eingegangenen Daten und stimmt zusammen mit dem Notarzt vor Ort das weitere Vorgehen ab. Dadurch werden entscheidende Minuten gewonnen und in der Klinik steht bei Ankunft des Patienten bereits alles für dessen Aufnahme, Diagnostik und Therapie bereit. Das Cardio Angel Projekt ist eine Kooperation zwischen zwei Kliniken des Rhön-Klinikum – dem St. Elisabeth-krankenhaus in Bad Kissingen und der Herz-und Gefäßklinik Bad Neustadt/Saale (HGK) – dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK), den drei Technologieherstellern medDV, Medtronic und GS Elektromedizinische Geräte sowie dem FZI Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe. In Bad Kissingen wurde nach einer kurzen Pilotphase, die von Dezember 2007 bis Februar 2008 dauerte, im März 2008 mit der Einführung des Systems in den Regelbetrieb und dem EKG-Training für die Notärzte begonnen. Nach der erfolgreich durchgeführten Testphase sind seit Juli 2008 sieben Rettungswagen mit dem Cardio Angel im Einsatz. In Bad Neustadt a.d. Saale wurde das Cardio Angel System im April 2008 zunächst auf zwei Rettungswagen eingeführt. In beiden Landkreisen ist es das Ziel, die Versorgung von Herzinfarktpatienten zu verbessern, indem durch eine frühzeitig gestellte Diagnose die bestmögliche Therapieform sowie die am besten geeignete Klinik gewählt werden kann.
Damit soll die Forderung internationaler Spezialisten erfüllt werden, den Patienten innerhalb der entscheidenden 90 Minuten einer geeigneten Therapie zuzuführen. Patienten mit STEMI erhalten durch eine Verkürzung der prä- und innerklinischen Abläufe häufiger die Möglichkeit zur Durchführung einer PCI. Dadurch kann die Prognose für den einzelnen Patienten deutlich verbessert werden. Gleichzeitig werden die essentiellen zeitlichen Daten gespeichert und ausgewertet und erlauben so die Identifizierung und Ausmerzung von Schwachstellen. Dies bildet letztlich die Basis für eine Optimierung der Behandlungsabläufe und erlaubt den Aufbau eines integrierten Qualitätsmanagements.
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